Das Lasso

 

...wird grundsätzlich aus zwei Materialien hergestellt, nämlich aus rohem, geflochtenem Leder und aus Hanf. In den Anfängen wurde das Lasso von den spanischen und später mexikanischen Vaqueros benützt, die es auf primitive Weise aus Büffelhaut zusammenschusterten. Vier bis Acht ineinander geflochtene Riemen ergeben einen "Strick" von etwa einem Zentimeter Durchmesser. Normalerweise verwendet der Cowboy für seiner tägliche Arbeit eine Reata bestehend aus 4 Riemen. Die leistungsfähigsten Reatas setzen sich aus 6 - 8 Riemen zusammen.

Derjenige, der diese Riemen herstellt, der Reatero, ist ein wahrer Meister seines Handwerks. Seine Hände vollbringen regelrecht Künste. Nachdem das Leder sorgfältig ausgesucht und behandelt wurde, schneidet er die Riemen in gleichen breiten Teilen und flechten sie dann sehr hart und sehr eng. Die Gleichmäßigkeit und die  Festigkeit Geflechts sind das Markenzeichen eines guten Reateros. 

Stricke aus pflanzlichen Materialien entstanden erst einige Jahre nach der Reata. Sie bestehen aus Sisalhanf, aus Baumwolle oder aus Agave. Hanfstricke sind gedreht und niemals geflochten.

 

Der Großteil der Arbeit eines Cowboys besteht darin, frei lebende Rinder oder Pferde einzufangen oder zu Stoppen. Dazu trägt er sein Lasso ständig einige Zentimeter großen Schleifen zusammengerollt. Um ein frei laufendes Tier mit dem Lasso einzufangen, gibt es zwei Methoden: die "Hard and fast" - oder die "dally " Methode.

Beim "Hard and fast" benützt der Cowboy ein Hanfstrick mit einer Länge von ca. 9 - 12 m. Mit dem einen Ende des Lassos, das mit der Schlinge versehen ist, wird das Tier eingefangen, das andere Ende wird mit einem Doppelkonten am Sattelhorn befestigt. Sobald das Tier eingefangen ist, gibt der Cowboy seinem Pferd das Kommando zu einer schnellen halben Drehung und hält das Lasso während dieses Vorgang so gespannt, daß das Tier am anderen ende des Stricks umgerissen wird. Diese Methode wird meistens in steinigen oder in mit Dicklicht besetztem Gelände angewandt, denn dort kann sich ein Strick schnell einmal verwickeln. Außerdem bedeutet in solchen fällen ein lascher Knoten ein verlorenes Tier.

Der Ausdruck "Dally" stammt von " dale vuelta", von den Vaqueros, das Wort selbst kommt aus dem Spanischen.

 

Für die "dally" Metohde benützt man einen 18 - 24 m langen Strick, oder ab und an mal länger. Hier bei ist es egal ob es nun aus Leder oder Hanf gemacht ist.

Diese Art des einfangen wird meistens im flachen, freien Gelände angewandt, wo weder Sträucher noch Felsen den Strick beeinträchtigt. Wenn der Cowboy es Schaft die Schlinge über den Kopf des Tieres zu werfen, zurrt oder er das Lasso um sein Sattelhorn und fixiert es mit einem halben Knoten. In dessen steigt der Cowboy von sein Pferd ab, dieser Knoten ist nicht so sicher wie ein Doppelknoten. Zu bemerken ist, das dabei der Unfall Risiko gering ist, sollte das Tier nicht mit machen. 

 

Der fließende, fliegende Knoten, auch " lazo " - " lasso " - " Lasoo " oder gar " lass rope " genannt, wurde durch die scherze der Cowboys bekannt. Sie nutzten das Lasso ständig für alles, um Diebe einzufangen, Rinder, Pferde, Frauen usw.

 

Der "Dog Loop" war berühmt, er wurde von den Meistern als beste Lösung für kleine Schlingen betrachtet. "Blocker Loop", der seinen Namen dem texanischen Rachcher John  Blocker verdankt, so die History. Auf was es dabei ankommt, ist aber nicht wer welche Schlingen bevorzugt, sondern auf die Arbeit, die der Cowboy mit dem Lasso auszuführen hat und darüber hinaus, ob er dies zu Fuß oder vom Pferds aus zu tun hat. Cowboys spannen auch die Stricke zwischen zwei Pfählen, oder sonnst wo, um ihre Reittiere einzäunen, sollte nichts anderes vorhanden sein.

 

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