Stilrichtungen

 

Bakersfield Sound, ist stark vom Rock'n'Roll beeinflußt. Die Instrumentation ist hauptsächlich elektrisch. Gegenüber dem weichen Nashville Sound klangen die Gitarren hart und höhenbetont. Der Bakerfield Sound war besonders ausgeprägt in den 60er Jahren vertreten.

Bluegrass Musik, wird hauptsächlich mit akustischen Instrumenten gespielt. Charakteristisch sind die Virtuosität der Musiker, der Harmoniegesang und die flotten Instrumentalstücke.

Blues, Den Blues zu haben heißt eigentlich, traurig zu sein und mit dem momentanen Leben nicht fertig zu werden. Country Sänger wie Jimmie Rogers und Hank Williams machten sich die Grundzüge des schwarzen Blues zu eigen und entwickelten den "White Country Blues", einer Mischung aus Negro Blues, Liedern der Berge des Südens und der Cowboy Songs.

Cajun Musik,. Im 18ten Jahrhundert wurden viele französische Siedler von den Briten aus der kanadischen Region Arcadia in den Süden der USA deportiert. Unter diesen Vertriebenen entwickelte sich eine neue Sprache, das Cajun. Ebenso entwickelte sich ein neuer Musikstil. Das dominierende Instrument war die Fiddle. Dazu kam die Concertina, eine einfache Zieharmonica. Die Ursprünge der Melodien waren französische Volksweisen. Aus dieser Kombination entstand die Cajun Musik.

Conjunto, heißt eigentlich einfach "Gruppe" oder "Band". Dieser Stil, ein entfernter Verwanter der Country Musik, ist nur in bestimmten Regionen in Mexico und in Süd Texas, entlang der mexikanischen und US Grenze verbreitet. Meist spielt ein Arkordeon die Melodie und der Rythmus ist meist Polka oder Walzer.

Country & Western, so wurde die Country Musik genannt, nachdem der Begriff Hillbilly "out" und Country Musik noch nicht "in" war.

Country Comedy, ist eine wichtige Stilrichtung der Country Musik. Früher war in jeder Country Band ein Bandmitglied, das der Komiker der Gruppe war.

Country Musik, nennt man die kommerzielle amerikanische Musik mit ihren Wurzeln im Süden und Westen der USA. Im Laufe der Jahre wurde Country Musik eine der beständigsten Musikformen Amerikas. Heute findet man leider nicht mehr viele Musiker mit großer Persönlichkeit. Zwischen 1950 und 1980 gab es noch viele Künstler, die man an ihren unverkennbaren Stimmen identifizieren konnte.

Country Pop. Durch den Riesenerfolg der Country Musik in den 80ern wurden Country Songs immer mehr auch in den Pop-Charts gespielt. So entstand der Begriff Country Pop. Beispiele dafür sind Kenny Rogers und Don Williams.

Country Rock. Die Kombination der einfachen Country Musik Instrumentation mit dem Rock Beat entwickelte sich zum Country Rock. Diesen gab es hauptsächlich an der Westküste der USA. Einer der ganz großen dieser Stilrichtung ist die Charlie Daniels Band.


Cowboy Songs. Der Cowboy dominierte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und war Thema der Country Musik. Auffällig gekleidete Künstler sangen in den Westernfilmen. Die Songs waren so populär, das sogar der Begriff "Country & Western" entstand.

Folk Musik. Hier müsste man unterscheiden zwischen Urban Folk Musik und Country Folk. es sind meist Lieder, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden.Country Folk Songs basieren oft auf Geschichten und werden mit wenig Instrumentation gesungen.
Urban Folk Musik befaßt sich oft mit politischen Themen.
Folk Songs waren immer schon ein wichtiger Teil der Country Musik.


Hawaiian Musik, ist ebenfalls eine Stilrichtung der Country Musik, zumindest seit 1959, als Hawaii zu den USA stiss. Die Steel Guitar, die aus der Country Musik nicht mehr wegzudenken ist, hat dort ihren Ursprung.

Hillbilly Musik, bedeutet Musik für den einfachen, bodenständigen, weissen Amerikaner, der nichts hat, redet wie er will, trinkt wann er will und schiesst wenn er Lust dazu hat.

Honky Tonk Songs, behandeln Alkohol-, Arbeitsprobleme, das gegenseitige Betrügen durch den Ehepartner, Sex und das tägliche Leben.
Der Sound und die Stilrichtung kommen aus dem rauhen Texas. Die Instrumente waren die Pedal Steel Guitar, elektrische Gitarren und das Schlagzeug.
Viele glauben, das Honky Tonk die echte Country Musik war und noch ist.

Nashville Sound. Durch die rasante Entwicklung des Rock'n'Roll kam die Country Musik in Schwierigkeiten. Man musste sich etwas neues einfallen lassen. Man kam dann auf die Idee, nicht mehr die Jugend sondern die etwas ältere Generation anzusprechen. Man entwickelte einen weicheren Stil.
Einer der erfolgreichsten dieser Stilrichtung war Chet Atkins.


Old Time, bezieht sich auf die Country Musik bevor sie kommerzialisiert wurde.

Outlaw Country, entstand in den 70er Jahren als Nashville immer mehr vom typischen Honky Tonk zu weicheren Sounds hinging. Einige wollten sich dem nicht beugen und kreierten ihren eigenen Stil. Zu diesen Stars zählen Willie Nelson und Waylon Jennings.

Progressive Country, entstand Ende der 60er Jahre. Die Country Musik hatte sich immer mehr in Richtung Pop Musik gewandt. Der Mittelpunkt dieser Kommerzialisierung war Nashville. Dies bewirkte, das sich Stars aus Bakerfield und Texas auflehnten. So entstand Progressive Country, wobei man weniger auf Hits aus war, sondern versuchte, neue Wege zu gehen.
Aus Progressive Country wurde Mitte der 70er Jahre die Outlaw Country Bewegung.

Rockabilly. Der Rock'n'Roll wurde 1954 aus dem Rockabilly geboren. es war eine Mischung aus Rhythm & Blues und Country Musik. Gespielt wurde er meist mit Elektrogitarren, Slap-Bass und chlagzeug. Auch kam in manchen Fällen das Boogie-Woogie Piano dazu.
Die erfolgreichsten Künstler dieser Stilrichtung waren Buddy Holly und Jerry Lee Lewis.


Tex Mex Musik. In den USA wenig verbreitet. Man hört ihn manchmal in Städten in Texas. Die Bands benutzen hauptsächlich Akkordeons und "Bajo-Sextos", wie der 6-saitige Bass bezeichnet wird. In den USA gibt es wohl nur einen Tex Mex Star, das ist Freddy Fender.

Western Songs. In den 20er und 30er Jahren waren die Cowboys und Landstreicher (Hobos) zwei wichtige Figuren in der Country Musik. Viele Lieder handeln daher auch von ihrem Leben und der so sprichwörtlichen Freiheit.

Western Swing, ist eine Mischung aus Country Musik und Swing Jazz. Western Swing ist teils Jive, Bierhallen Stomp, Polka, Blues, Old Time-Fiddleing, Mexican-American und teils singender Hollywood Cowboy. Die Swingbands waren und sind oft so gross wie Bigbands.

Zydeco, ist das Gegenstück zur Cajun Musik. Cajun ist die Musik der weissen, Zydeco die der schwarzen. Zydeco Musik stellt die Instrumente Akkordeon, Saxophon (statt Fiddle) und das Waschbrett in den Vordergrund.

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